Balduins Erzählungen
Da ich euch ja ein Wiedersehen versprochen habe, dürft ihr heute noch
ein wenig über die angeblich trostlosen Weihnachtsfeste hinter diesen
Mauern erfahren!
Im Jahre des Herrn 2002 hatte ich das unendliche Maß an weihnachtlicher
Glückseligkeit im sogenannten B-Haus erfahren dürfen und ich
kann euch, trotz der Zweifel, welche euch sicherlich plagen, versichern,
dass das Weihnachtsfest für euch etwas angenehmer gestaltet werden
wird.
Ich erlebte es folgendermaßen: Plötzlich hieß es, bitte ein paar Mark für
eine ,,Weihnachtsfeier” stehen lassen.
Da ich, wie ihr sicherlich noch wisst, nicht mit allen Begebenheiten vertraut
war, wusste ich ersteinmal nicht Bescheid und verstand nur Bahnhof.
Doch da das uniformierte Personal ihren Gästen ja jeden Wunsch von
den Augen ablesen, wurde ich umgehend darüber beraten.
Das Weihnachtsfest rückte unaufhaltsam näher und mich überkam die
Sehnsucht und das Heimweh.
Doch ich sagte mir, Augen zu und durch!
Dann war der Abend da und die ganze Stadion versammelte sich in einem
wundervoll eingerichteten Raum.
Es war die Zeit der Wunder, denn ich hatte die Chance, zwei hübsche
Frauen zur monotonen, und gleichgeschlechtlichen Einöde als gesellschaftlichen
Höhepunkt dieses Abends erleben zu dürfen.
Es gab erlesene Getränke wie Cola, Fanta, Sprite etc. und auch kulinarische
Spezialitäten wie Kekse, Kuchen und dergleichen.
Kurz gesagt, es war ein schöner und angenehmer Abend und man
konnte für kurze Momente sogar den ganzen Gefängnisstress vergessen.
Es war die totale Harmonie, die nur ab und zu durch das ewige gegacker
der Kaffeemaschine durchbrochen wurde.
In diesem Sinne möchte ich mich von euch verabschieden und möchte
euch noch ein paar Worte für die nahende Zukunft mit auf den Weg
geben:
Gebt euch nicht auf!
Euer Balduin!!!
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