Interview mit dem Leiter der JVA Zeithain
ZZZ:
Welche Gefangenen werden zukünftig in Zeithain untergebracht sein und wie viel?
Hr. Schiebel:
In der JVA Zeithain werden zukünftig (erwachsene) männliche Strafgefangene aus umliegenden Amtsgerichtsbezirken untergebracht sein.
Größtenteils wird es sich um Freiheitsstrafen bis zu zwei Jahren, teilweise um bis zu fünf Jahren handeln.
In der Übergangszeit werden wir im Zeitraum August bis November 2007 mehr als 200 Strafgefangene aus Chemnitz aufnehmen.
Anschließend werden Aufnahmen gemäß der neuen o.g. Zuständigkeit erfolgen.
ZZZ:
Sind Umbaumaßnahmen in Zeithain geplant und wenn ja welcher Art ?
Hr. Schiebel:
Kurzfristig finden nur kleinere bauliche Veränderugen statt. Insbesondere werden die Hafträume zurzeit
mit Fernsehanschlüssen versehen und einige Hafträume werden optisch aufgebessert. Mittelfristig ist geplant,
dass ab 2009 mit dem Bau eines neuen Haftgebäudes begonnen werden soll.
Nach dessen Fertigstellung werden die beiden jetzigen Hafthäuser voraussichtlich abgerissen.
ZZZ:
Welche Perspektive hat die JVA Zeithain im sächsischen Strafvollzug ?
Hr. Schiebel:
In der JVA Zeithain wird noch in diesem Jahr ein Kreativzentrum entstehen.
In den Räumen der jetzigen Schule soll Musikunterricht angeboten werden.
Dieses neue Angebot soll mit bestehenden Angeboten des Kunsttherapeuten und durch Klinke e.V. vernetzt
und kombiniert werden. Gefangene des sächsischen Strafvollzuges sollen hier die Möglichkeit erhalten
Kreativität zu entwickeln oder sich musisch/kreativ zu bilden.
In ein paar Jahren wird die JVA Zeithain voraussichtlich durch ein modernes und sehr gut geeignetes
Haftgebäude, drei sehr gute Arbeitshallen, eine sehr gute Sporthalle und neu gestaltete Außenanlagen verfügen.
Im Profil der Anstalt werden kreative und künstlerische Maßnahmen von besonderer Bedeutung sein.
Behandlerisch werden neben der Mota weiterhin wichtige Maßnahmen vorhanden sein.
Die ZZZ bedankt sich bei Hr. Schiebel.
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