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Lesegruppe


von Alex L.

" ... was ist da noch nicht wissen konnte: Die Tante hatte mir fast die Hälfte ihres gesamten Vermögens hinterlassen. Umgerechnet an die vierhundert Millionen Euro. Das war für meine Verhältnisse vielleicht nicht sehr viel, aber die Geste zählt. Finde ich. Man muss für alle Beträge dankbar sein, die man erbt, und sei er auch noch so mickerig. ... "

Aus Helge Schneider’s "Bonbon aus Wurst", denn Helge Schneider könnte den Anfang machen. Den Anfang eines neuen Projektes in unserer Anstalt – einer Lesegruppe.

Dabei könnte man in kleinem Rahmen ausgewählte Werke (vor)lesen und anschließend diskutieren bzw. eine allgemeine Buchbesprechung durchführen.

Da dieses Projekt aktuell noch auf einer Idee berührt, wäre es natürlich vorab wichtig zu erfahren, ob überhaupt Interesse Eurerseits an solch einer Veranstaltung besteht.

Aus diesem Grund wäre es schön, wenn sich nicht nur Interessenten melden, sondern Ihr auch selbst Vorschläge unterbreitet, was beispielsweise den Ablauf, die Organisation einer Lesegruppe angeht. Darüber hinaus sind Büchervorschläge jederzeit willkommen. Anregungen und Anfragen bitte per Antrag an Sport/Freizeit.



PopShop (Theaterstück)


von Jens R.

Es ist zwar schon eine Weile her, aber ich denke, die es gesehen haben, werden sich, wie ich, noch gut daran erinnern können. Am meisten beeindruckt haben mich die kleinen Dinge im Alltag, die gezeigt wurden, wie es in einer JVA zugeht und die man so vielleicht gar nicht mehr wahrnimmt. Wie es ist, die erste Nacht in einer JVA zu sein, eben nicht in seiner gewohnten Umgebung, sondern allein mit seinen Gedanken, Ängsten und Gefühlen. Ich habe mir die Frage gestellt, ob es Gefangene sind, die da vorne auf der Bühne stehen oder Schauspieler, weil es sehr beeindruckend zu sehen war, wie genau unser aller Alltag gezeigt und gespielt worden ist. Selbst manche Beamte sehen uns nun vielleicht etwas mit anderen Augen und konnten auch eine Art neue "Begegnung" mit Gefangenen dargeboten bekommen. Trotz des ernsten Hintergrundes dieses Stückes, kam auch der Humor nicht zu kurz. Ich musste lachen. Lachen über mich, über uns, die wir in der JVA Zeithain sind und jeden Tag dieses „Theater“ selbst durch- und erleben. Wie schon gesagt, einen Gefängnisalltag auf einer Bühne zu inszenieren bedarf ein Stück "großer Kunst", die uns mit "PopShop" geboten wurde. Einen Dank an die Darsteller des Staatsschauspiels Dresden – für den gelungenen Abend und vor allem den Einblick in unser aller Gefängnisdasein.



Flimmerstunde


von Jens R. / Alex L.

Die Flimmerstunde wird von Klinke e.V. Riesa durchgeführt und Herr Rehme möchte und versucht für jeden etwas zu zeigen. Da es sehr viele Interessenten an dieser Veranstaltung gibt, ist es leider nicht möglich, immer die für alle, "richtige" Auswahl bei der Filmwahl zu treffen. Dennoch ist Herr Rehme sehr bemüht Abwechslung zu zeigen, was die jeweiligen vorgeführten Filme angeht. Dafür bietet uns die Filmindustrie ja genügend Material, aus allen Gebieten, ob nun Abenteuer, Action, Humor u.s.w.

Ihr dürft auch gerne selber Filmvorschläge machen (mit Antrag an Sport/Freizeit) und wenn diese mit den Vorschriften der JVA übereinstimmen, dann wird man Eure Wünsche sicher auch berücksichtigen.

Mir haben diese Abende immer sehr viel Spaß gemacht und für mich war die Auswahl der Filme eine interessante, gute Mischung. Ich kann Euch nur ans Herz legen mal vorbeizuschauen. Wann wieder welcher Film gezeigt wird, könnt Ihr den Aushängen entnehmen. Eine kurze Filmbeschreibung ist dann auch immer mit dabei. Auch Herr Rehme wird sich sehr freuen Euch begrüßen zu dürfen und nach der Veranstaltung Eure Meinung zu gezeigten Film zu erfahren.



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