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Theater


Wie kann hier an diesem Ort eine Arbeit etabliert werden, in der es darum geht, sich mit allen Sinnen mit einem Thema auseinander zu setzen und dabei sich selber und anderen Menschen zu begegnen?
Wie kann die Lebenszeit, die die Gefangenen hier verbringen, eine Zeit werden, in der nicht nur der Frust auf sich selber oder auf diese Gesellschaft wächst, sondern Neues erprobt werden kann?

Wir haben in unserer zweiten gemeinsamen Produktion hier in der JVA Zeithain wieder wichtige Erfahrungen gemacht und einen spannenden Probenprozess erlebt.
Die Geschichte der drei Schiffbrüchigen verschmolz irgendwann mit den Themen der Gefangenen: dem Alltag in der JVA, dem Umgang zwischen den Gefangenen untereinander und den Bediensteten, was wünscht man sich für ein Leben nach der Haft…
Natürlich ging es auch um´s Essen, wenn jemandem nach der Probe plötzlich auffiel „Ich habe Hunger!“ mussten wir grinsen… Der erste Satz des Stücks! Die Teilnehmer des Projektes haben in ihrer Freizeit unabhängig von den regulären Probenzeiten geübt, sich gegenseitig unterstützt und in den Inszenierungsprozess viele eigene Ideen eingebracht und sehr konzentriert gearbeitet.

Wir bedanken uns für die große Offenheit und Experimentierfreude!

Antje Grüner und Jacqueline Hamann.


Reaktionen:

"Alles ist super und wunderbar Es fehlt an nix. Bin vollkommen zufrieden. Mit allem."
K. N.

"Lustig. Manchmal macht man sich zum Affen. Manchmal ein bisschen anstrengend. Man lacht viel über sich selbst und die anderen."
S. B.

"Wir haben Kontakt zu anderen Gefangenen durch das gemeinsame Textlernen und sehen wie ein Stück erarbeitet wird. Das Ziel ist die Aufführung des Stückes vor anderen Leuten."
P. H.



Siehe auch: Zeithainer Häftlinge spielen Theater (SZ-Online)


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Szenenbild

Szene aus "Auf hoher See""
Die Schiffbrüchigen (Nico Donner links und Christopher Weber rechts) haben in ihrem Kompagnon (Sandro Beer) ihr Opfer gefunden. Nach dem Waschgang soll er in der Pfanne landen.
Die ersten Minuten (re. oben) liefen ganz ohne Worte ab, nachher gab es viel Applaus.
Foto: Edgar Schröter

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